Kategorie: Geschichten

  • Fünf Jaguare an einem Tag: Michaels Familiensafari im brasilianischen Pantanal

    Fünf Jaguare an einem Tag: Michaels Familiensafari im brasilianischen Pantanal

    Eine fünfköpfige Familie aus der Schweiz, ein Roman, den Michael vor 15 Jahren gelesen hat, und vier Tage auf der Transpantaneira und den Flüssen rund um Porto Jofre: seine Geschichte in eigenen Worten

    Michael Lang ist 51 und Hausarzt mit einer kleinen Privatpraxis im Nordwesten der Schweiz, 10 Kilometer von der deutschen und der französischen Grenze entfernt. Den Urlaub plante er mit seiner Familie und ein paar Freunden. Im Gespräch waren zuerst Sri Lanka, dann Afrika und Costa Rica, bis die Wahl schließlich auf Brasilien fiel.

    Michael hatte drei Wünsche: Rio de Janeiro, die Iguazú-Wasserfälle und eine Safari im Amazonas oder im Pantanal. Am Ende setzte sich das Pantanal durch, und das lag vor allem an einem Buch. Vor rund 15 Jahren hatte er „Das Testament“ gelesen, John Grishams Roman über einen Anwalt, der in die Sümpfe Brasiliens geschickt wird, um eine Missionarin zu finden.

    Im Juli 2026 verbrachten Michael, seine Frau und ihre drei Kinder im Alter von 17 bis 21 Jahren vier Tage auf der Pantanal-Jaguar-Budget-Safari. Organisiert hat die Reise PlanetaEXO, geführt wurde sie von einem lokalen Guide. Hier erzählt Michael, wie es war. Viel Spaß beim Lesen!

    Vier Tage auf der Transpantaneira (und keine Minute Langeweile)

    Das Testament spielt im südlichen Pantanal, Michael und seine Familie zog es aber ins nördliche Pantanal. Sie flogen nach Cuiabá und fuhren von dort mit dem Auto ins Feuchtgebiet. Die Reise hatte zwei Stationen: zuerst eine Lodge weiter im Norden, danach das Flussgebiet rund um Porto Jofre, wo die Straße Transpantaneira endet.

    Der Wechsel zwischen den beiden Orten gefiel Michael. „Es war so interessant, diese verschiedenen Orte zu sehen, und mir war nie langweilig“, sagt er. Auch das Tempo passte: „Es war ziemlich entspannend, im Boot zu sitzen und über den Fluss zu gleiten.“

    Nach dem schwierigsten Moment gefragt, muss Michael passen: kein anstrengender Weg, kein schlechtes Wetter, keine Bootsfahrt, die sich zu lange hinzog. „Eigentlich gibt es nichts, was für mich eine Herausforderung war“, antwortet er. Ihm ist klar, dass vier Tage fürs Pantanal eher kurz sind und es auch längere Reisen gibt. Nennen kann er trotzdem keinen einzigen Kritikpunkt.

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    Fünf Jaguare an einem Tag

    Michael liebt Tiere und ist begeisterter Hobbyfotograf, aber kein Wildtierexperte. Auf seiner Wunschliste fürs Pantanal stand im Grunde nur ein Tier: „Ich wollte unbedingt Jaguare sehen. Und wir haben jede Menge gesehen.“ An einem einzigen Tag entdeckte die Gruppe rund fünf Jaguare an fünf verschiedenen Stellen.

    Und es blieb nicht bei den Jaguaren: überall Vögel, ein Tapir, Hirsche, Otter und viele Kaimane. Da ging dem Tierfreund natürlich das Herz auf.

    Genau dafür nehmen Reisende den weiten Weg auf sich. Rund um Porto Jofre fließen die Flüsse Cuiabá, Piquiri und Três Irmãos durch den Staatspark Encontro das Águas, und nirgends im Pantanal stehen die Chancen auf einen Jaguar besser. Die meisten Sichtungen gibt es in der Übergangs- und der Trockenzeit, also von Mai bis Oktober.

    Ihm fiel auf, wie wenige Menschen zuschauten. Ganz anders an den Iguazú-Wasserfällen: Dort „stehen Hunderte Leute auf einer Plattform und auf den Gehwegen“, erzählt er. Und auf dem Fluss im Pantanal? „Da sind vielleicht ein Dutzend oder 10 Boote. Overtourism gibt es nicht, würde ich sagen.“

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    Eine private Tour, ganz auf die Familie zugeschnitten

    Michael hatte sich darauf eingestellt, dass ihr Guide Fábio eine Gruppe von 10 oder 12 Leuten betreuen würde. Stattdessen hatte die Familie ihn ganz für sich allein. „Er war für uns wie ein privater Reiseleiter. Damit hatte ich nicht gerechnet“, sagt er. „Das war eine große Überraschung für mich. Aber für uns war das super, weil wir alles fragen konnten.“

    Das hieß auch: Den Takt gab die Familie vor. „Wir konnten in unserem eigenen Tempo reisen. Wir haben gesagt, okay, wir wollen dies oder das machen, oder wir wollen dann und dann los. Es war also so individuell, lobt er. Neben den Jaguaren schätzt er genau das an der Reise am meisten. „Der persönliche Kontakt zum Guide war ausgezeichnet.“

    Fábios Englisch half nicht nur bei der Tierbeobachtung. Anderswo in Brasilien konnte sich die Familie mit Einheimischen nur mühsam verständigen, mit ihrem Guide dagegen gingen die Gespräche richtig in die Tiefe. „Wir haben immer über Kultur, Religion, Finanzthemen, Politik und alles Mögliche geredet“, erzählt er. „Ich glaube, das war der engste Kontakt, den wir auf dieser Reise hatten.“

    👉 Mehr dazu: Wo im Pantanal übernachten: Lodge-Guide

    Frösche im Bad und eine Otterdame namens Cheetah

    Als Michael von einem lustigen Moment der Reise erzählen wollte, schaute er kurz zu seiner Tochter: Kleine Frösche hatten sich in die Zimmer der Familie verirrt, und sie traute sich nicht mehr ins Bad. Was er ihr damals sagte, könnte glatt das Motto fürs ganze Pantanal sein: „Wir sind hier nicht in der Stadt. Wir sind in der Wildnis.

    Und dann war da noch Cheetah, eine an Menschen gewöhnte Otterdame. Die Familie traf sie zweimal auf dem Fluss, und beide Male versuchte sie, an Bord zu kommen. „Sie wollte immer ins Boot springen. Das war so lustig“, erzählt er und lacht.

    Seine anderen Lieblingsmomente waren stiller: Bootsfahrten bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang, auf denen er die schöne Landschaft auf sich wirken ließ.

    👉 Mehr dazu: Tiere im Pantanal: die Tierwelt Brasiliens

    Wie sicher war Brasilien? Michaels ehrliche Antwort

    Unsicher hat sich Michael in Brasilien nie gefühlt, und er erklärt ganz nüchtern, warum. Die Familie mied die heikleren Ecken von Rio und São Paulo, ließ sich per Fahrdienst-App von Ort zu Ort bringen und war mit einer zweiten Familie als Gruppe unterwegs.

    Seine wichtigste Regel, um sich an fremden Orten gut zurechtzufinden: „Wenn man eine gewisse Wachsamkeit mitbringt für das, was passieren kann, muss man keine unangenehmen Situationen durchmachen.“

    Die Avenida Paulista, das Aushängeschild São Paulos, erinnerte ihn mit ihrem breiten, sauberen Straßenbild an Paris. Rund um Wahrzeichen wie die Catedral da Sé und den Mercadão, eine 93 Jahre alte öffentliche Markthalle, ging es in der Stadt rauer zu. Ähnliches hatte er schon anderswo gesehen, schockiert war er deshalb nicht. Der Kontrast zwischen den beiden Gesichtern der Stadt ist ihm aber im Kopf geblieben.

    Ein ruhigeres Tempo und besseres Essen als erwartet

    Für viele Europäer heißt Brasilien Fußball und sonst nicht viel, sagt Michael. Seine Familie und er haben auf der Reise etwas anderes erlebt: Die Wirklichkeit ist reicher und viel vielfältiger. Die Sprachbarriere war zwar etwas mühsam, überzeugt haben sie am Ende aber die Menschen und das Tempo.

    Dass sich seine Frau in das Land verlieben würde, hätte er nicht gedacht. „Sie sagte, die Leute sind so nett und im Vergleich zur Schweiz so entspannt, erzählt er. Zu Hause sei ja schon der Einkauf im Supermarkt hektisch. „In Brasilien ging alles langsamer. Und das gefällt mir.“

    Auch das Essen war eine Überraschung. Michael hatte mit sehr einfachen Gerichten gerechnet und bekam ein echtes Festessen. „Das brasilianische Essen war viel besser, als wir erwartet hatten, und günstiger als in anderen Ländern. Das hat mich wirklich überrascht.“

    Fragt man ihn nach seinem Fazit zu Brasilien, zählt er auf: warme, sonnige Strände, entspannte Menschen, große Städte, Wasserfälle und Wildtiere. Einziger Haken ist die Größe des Landes, denn „die Distanzen sind riesig“. Plane also Inlandsflüge ein. „Ich empfehle Brasilien jedem, der mich fragt, wohin er in den Urlaub fahren soll. Das Land hat alles“, sagt er.

    Michaels Tipps für die erste Brasilienreise

    Auf die Frage, was er einem Freund vor der ersten Brasilienreise raten würde, antwortet Michael ganz praktisch:

    • Städte, Natur und Wildtiere kombinieren: Seine Familie verband São Paulo, Rio de Janeiro, die Iguazú-Wasserfälle, Ilha Grande und das Pantanal.
    • Für Ilha Grande im Bundesstaat Rio de Janeiro ein paar Tage mehr einplanen: Die Familie verbrachte drei Tage auf der Insel, und seine Kinder zählen sie zu den Highlights der Reise. Der Grund: „Einfach Strand und ein schönes Dorf.“
    • Die Safari von Anfang an mit einkalkulieren: Eine Safari im Pantanal ist nicht gerade billig, auch nicht in der Budget-Variante. Für Michael waren der private Guide und die Organisation das Geld am Ende wert.
    • Einen englischsprachigen Guide wählen: Außerhalb der Hotels sprechen oft nur wenige Menschen Englisch. Ein Guide mit fließendem Englisch ist deshalb dein bester Zugang zum Land.

    👉 Mehr dazu: 10 Pantanal-Reisetipps

    Als Nächstes: Salvador oder Lençóis Maranhenses

    Michael will wiederkommen. Auf seiner Liste stehen Salvador und die weißen Sanddünen der Lençóis Maranhenses mit ihren glasklaren Lagunen.

    Nach seinem Besuch an den Iguazú-Wasserfällen möchte er außerdem mehr vom Süden Brasiliens entdecken. Ein konkretes Ziel hat er zwar noch nicht, an Möglichkeiten mangelt es dort aber nicht!

    👉 Mehr dazu: 10 Fakten über die Lençóis Maranhenses, Brasilien

    Mit PlanetaEXO ins Pantanal

    Du hast das Pantanal jetzt mit Michaels Augen gesehen und weißt, was dich dort erwartet: Jaguare, Otter, Kaimane und stille Bootsfahrten bei Sonnenaufgang. Zeit, das alles selbst aus der Nähe zu erleben!

    PlanetaEXO ist eine auf Pantanal-Touren spezialisierte Ökotourismus-Plattform. Zusammen mit erfahrenen lokalen Guides und Veranstaltern kümmern wir uns um die Logistik, also Transfers, Lodges, Mahlzeiten und Bootssafaris, damit sich deine Familie ganz auf das Erlebnis konzentrieren kann. Kontaktiere uns jetzt!

  • Produzentin Jihee Yeon filmt die Dünen der Lençóis Maranhenses unter orangefarbenem Himmel mit einer Drohnensteuerung

    Dreh in den Lençóis Maranhenses fürs koreanische Fernsehen: Jihee Yeons Brasilienreise

    Drei Tage zu Fuß durch die Dünen: Für einen KBS-Beitrag kam eine koreanische Produzentin in die Lençóis Maranhenses und reiste beeindruckt von Brasiliens Schönheit und Herzlichkeit weiter

    Jihee Yeon ist 34 Jahre alt und arbeitet als Produzentin für KBS, den wichtigsten öffentlich-rechtlichen Radio- und Fernsehsender Südkoreas. Auf der Suche nach den schönsten Bildern für einen Sonderbeitrag reiste sie in die Lençóis Maranhenses.

    „Mehrere Leute haben mir die Lençóis Maranhenses empfohlen und gesagt, die Lagunen wären gerade voll und es wäre genau die richtige Zeit für einen Besuch“, erzählt sie. „Sobald ich die Fotos und Videos gesehen hatte, hat mich die Landschaft nicht mehr losgelassen.“ Sie fing sofort an, den Dreh zu planen.

    Mit schwerer Fernsehausrüstung im Gepäck war Jihee im Lençóis-Maranhenses-Nationalpark unterwegs, an ihrer Seite der Kameramann Soo Han Kim. Er lebt in São Paulo und dokumentiert südkoreanische Geschichten in ganz Südamerika. Der Park im Bundesstaat Maranhão umfasst 155.000 Hektar mit Süßwasserlagunen und riesigen weißen Sanddünen, die bis zu 40 Meter hoch aufragen. Dieser Abschnitt war nur ein Teil ihrer Reiseroute, zu der außerdem Belém, die Insel Marajó, São Luís und Salvador gehörten.

    Zwei Trekker überqueren eine geriffelte weiße Düne in den Lençóis Maranhenses und hinterlassen eine Spur aus Fußabdrücken

    Die Dünen und Lagunen durchquerte Jihee auf einem dreitägigen Trekking durch die Lençóis Maranhenses. Organisiert und geführt haben es das Team von PlanetaEXO und lokale Guides. Hier kommt ihre Geschichte. Viel Spaß beim Lesen!

    Was sie filmen wollte

    Schon vor der Landung hatte Jihee ein ganz bestimmtes Bild im Kopf. „Ich wollte blaue Lagunen filmen, die hinter jeder Sanddüne wieder auftauchen, Wasser mitten in einer scheinbar endlosen Wüste“, sagt sie.

    Im zweiten Teil ihres Auftrags ging es um Menschen: Sie wollte Reisende treffen, die den Park zu Fuß statt im Geländewagen durchqueren. Hinter dieser Entscheidung vermutete sie mehr. „Ich habe mir vorgestellt, dass Leute, die lieber zu Fuß gehen, als mit dem Auto zu fahren, vielleicht alle einen besonderen Grund dafür haben und die Landschaft auf eine Art erleben, die ihnen mehr bedeutet.“

    Beim ersten Teil hielt der Park, was er versprach. Nur das Ausmaß hatte sie unterschätzt. „Ich dachte, sie wären auf bestimmte Gebiete beschränkt, aber sie nahmen einfach kein Ende, drei Tage lang, die ganze Wanderung über“, sagt sie über die Dünen. „Mir war nicht klar, wie riesig diese Landschaft ist.“

    Eine zweite Überraschung kam von ganz anderer Seite: Schwimmen hatte sie gar nicht eingeplant. „Ich hätte nie gedacht, dass mir das Schwimmen dort so viel Spaß machen würde, aber den Lagunen konnte man einfach nicht widerstehen.“

    Trekker wandern über eine weiße Sanddüne neben einer türkisfarbenen Lagune in den Lençóis Maranhenses
    Photo: KBS

    👉 Mehr dazu: Die schönsten Lagunen der Lençóis Maranhenses: Brasiliens Wüste mit tausend Seen

    Eine Landschaft, für die ihr jeder Vergleich fehlte

    Wüsten hat Jihee schon in mehreren Ländern gesehen. Genau deshalb hinkte hier jeder Vergleich. „So etwas hatte ich noch nie gesehen: unzählige Lagunen, verstreut über ein riesiges Dünenmeer, und mittendrin kleine Dörfer“, staunt sie.

    Mit diesem letzten Detail rechnen die wenigsten Reisenden: Die Lençóis Maranhenses sind nicht menschenleer. Im Park und in seiner Umgebung leben Menschen in kleinen Dörfern, und zwischen den Dörfern verlaufen die Trekkingrouten. Erst das macht die Durchquerung überhaupt möglich, denn dort isst und schläfst du.

    Gibt es in Korea oder anderswo, wo sie schon gearbeitet hat, etwas Vergleichbares? Sie antwortet knapp: „Ich bin schon an viele Orte gereist, aber die Lençóis Maranhenses waren wirklich einzigartig, anders als alles, was ich je gesehen habe.“

    👉 Mehr dazu: 10 Fakten über die Lençóis Maranhenses, Brasilien

    Die Kinder, die Blumen und ein anderes Zeitgefühl

    Frag Jihee nach den Menschen vor Ort, und sie fängt mit den Kindern an. „Sie haben uns nicht einfach wie Touristen behandelt, sondern schienen sich wirklich zu freuen, uns willkommen zu heißen und Zeit mit uns zu verbringen“, erinnert sie sich. Ihre Gruppe schwamm mit den Kindern in den Lagunen, „und sie haben uns sogar Blumen geschenkt, die sie in der Nähe gepflückt hatten. Das war unglaublich herzlich, und ich glaube nicht, dass ich das je vergessen werde.“

    Der größte kulturelle Unterschied lag für sie weder im Essen noch in der Sprache. Er lag im Umgang mit der Zeit. „In Korea sind wir es gewohnt, schnell unterwegs zu sein und uns an feste Zeitpläne zu halten“, erklärt sie. „In Lençóis dagegen schien jeder Tag natürlicher zu verlaufen, ganz nach dem Wetter, der Umgebung und dem Miteinander der Menschen.“

    Ein Klischee will sie daraus aber nicht machen. „Ich würde es nicht einfach als ein langsameres Leben beschreiben, sondern eher als eines, das enger mit dem Rhythmus der Natur verbunden zu sein schien.“

    Luftaufnahme einer Trekkinggruppe, die hintereinander über die Dünen neben einer türkisfarbenen Lagune in den Lençóis Maranhenses zieht
    Photo: KBS

    👉 Mehr dazu: Wie die Lençóis Maranhenses entstanden sind: brasilianische Sanddünen und Lagunen verstehen

    Jihees erste Nacht in der Hängematte

    In den Camps und Dorfpensionen entlang der Trekkingroute schlafen Reisende nicht in Betten, sondern in Hängematten. Für Jihee war es das erste Mal, und am Ende gefiel ihr gerade das an der Reise mit am besten.

    „Besonders schön fand ich es, die Nacht mit den anderen Reisenden zu verbringen, in unseren Hängematten zu liegen und uns zu unterhalten“, sagt sie. „Es war viel bequemer, als ich erwartet hatte, und ich habe langsam verstanden, warum die Menschen in den Dörfern Hängematten den Betten vorziehen.“

    Auf dieser Reise kam für die Guides eine Aufgabe dazu, die sie sonst meist nicht haben: Jihee schleppte drei Tage lang schwere Fernsehausrüstung durch weichen Sand. „Der Guide hat meine Ausrüstung mitgetragen und ständig nachgefragt, ob ich beim Drehen Hilfe brauche“, lobt sie. Ab dem zweiten Tag wurde die Gruppe mit einer größeren zusammengelegt und der Zeitplan straffer, doch „selbst dann hat der Guide alles nur Mögliche getan, um mich beim Filmen zu unterstützen.“

    Und Jihees Fazit zu Unterkünften, Guides und der Organisation der Reise? „Ich war mit dem ganzen Erlebnis sehr zufrieden.“

    Luftaufnahme von strohgedeckten Häusern in einem Dorf zwischen Grün und Lagunen in den Lençóis Maranhenses
    Photo: KBS

    👉 Mehr dazu: Wo übernachtest du in den Lençóis Maranhenses?

    Vor Sonnenaufgang, ausgestreckt im Sand

    Ausgerechnet Jihees schönster Moment der Wanderung hatte gar nichts mit dem Filmen zu tun. „Mein Lieblingsmoment war, als wir vor Sonnenaufgang losgegangen sind und uns gemeinsam in den Sand gelegt haben, um in die Sterne zu schauen.“

    Mehr noch als die Landschaft faszinierten Jihee ihre Mitreisenden: Während sie selbst vor allem den Dreh im Blick hatte, war der Rest der Gruppe in einem völlig anderen Tempo unterwegs. „Sie haben sich Zeit gelassen und die endlose Landschaft ohne Eile genossen“, erinnert sie sich. „Sie haben den Sand unter den Füßen gespürt, sind in den Lagunen geschwommen und haben sich sogar ans Wasser gesetzt, um zu lesen.“

    „Sie haben sich die Lençóis Maranhenses nicht einfach nur angeschaut, sie haben sie richtig erlebt, mit dem ganzen Körper“, sagt sie nachdenklich. „Das hat mich tief beeindruckt.“

    Sternenhimmel über Strohdächern und Hängematten beim Trekking durch die Lençóis Maranhenses

    👉 Mehr dazu: Wie viele Tage solltest du in den Lençóis Maranhenses bleiben?

    Jihees Tipps für den ersten Besuch in den Lençóis Maranhenses

    Das Besondere an ihren Tipps: Jihee war auf der Wanderung die Einzige, die sich selbst nicht daran halten konnte. Mit Kamera und viel Ausrüstung war sie ständig in Bewegung, und das hatte seinen Preis. „Ich war so beschäftigt, dass ich manchmal weder Zeit noch den Kopf dafür hatte, ganz in die Landschaft vor mir einzutauchen. Das bedaure ich“, gibt sie zu.

    Ein paar wichtige Dinge hat sie in den Dünen trotzdem gelernt.

    Hand mit einer weißen Seerose und kleinen Wildblumen, gepflückt am Ufer einer Lagune in den Lençóis Maranhenses
    Photo: KBS

    Pack so wenig wie möglich ein

    Warum, hat Jihee am eigenen Leib erfahren. Wenn du ausschließlich zu Fuß durch weichen Sand unterwegs bist, spürst du jedes Kilo extra, und mit schwerer Drehausrüstung auf dem Rücken wurde das für sie zur echten Herausforderung.

    Lass die Tage nicht vom Zeitplan bestimmen

    Wer einfach nur als Reisender kommt, sollte „sich Zeit nehmen und es sich gönnen, die Landschaft in vollen Zügen zu genießen“.

    Den Park das Tempo vorgeben lassen, nicht die Uhr: Das ist für Jihee der beste Weg, die Lençóis Maranhenses zu erleben.

    Lass dich ganz darauf ein

    „Ich würde allen empfehlen, mit der Einstellung herzukommen, sich mit ganzem Herzen auf die Landschaft und alles, was dazugehört, einzulassen, genau wie die Leute, mit denen ich unterwegs war.“ Das heißt: rein in die Lagunen, in der Hängematte schlafen und lange genug stillsitzen, damit der Ort wirklich bei dir ankommt.

    👉 Mehr dazu: 10 Reisetipps für die Lençóis Maranhenses: so wird deine Reise rundum gelungen

    War Brasilien sicher? Jihees ehrliche Antwort

    Fünf Reiseziele, teure Kameraausrüstung und oft Dreharbeiten mitten auf der Straße: So sah Jihees Reise aus. Für Belém und die Insel Marajó in Pará ebenso wie für São Luís und die Lençóis Maranhenses in Maranhão ist ihre Antwort ganz klar: „Ich habe mich extrem sicher und wohlgefühlt. Ich konnte nachts frei herumlaufen und mit der Ausrüstung neben mir auf der Straße filmen, ohne mich bedroht zu fühlen.“

    Nur vor Salvador in Bahia hatte man sie vorher gewarnt. Dort kam dann aber alles anders als erwartet. „Als ich ankam, haben sich die Menschen um mich herum richtig ins Zeug gelegt, um mir zu helfen“, erzählt sie. Einheimische und Uber-Fahrer „haben mir genau erklärt, welche Vorsichtsmaßnahmen ich treffen und welche Orte ich meiden sollte. Weil sie ständig auf mich aufgepasst haben, hatte ich dort unterwegs nie das Gefühl, in Gefahr zu sein.“

    „Nach dem, was ich selbst erlebt habe, ist mir Brasilien nicht als gefährlicher Ort in Erinnerung geblieben“, fügt sie hinzu. „Ich erinnere mich an ein Land, in dem ich sicher reisen konnte und in dem sich die Leute vor Ort mit großer Herzlichkeit um mich gekümmert haben.“

    Trekkinggruppe posiert mit einer PlanetaEXO-Flagge in den Lençóis Maranhenses

    👉 Mehr dazu: Anreise nach Lençóis Maranhenses

    Könnte Brasilien in Korea zum nächsten großen Trend werden?

    Wie sehr Brasilien die südkoreanische Kultur schätzt, ist kein Geheimnis. Wir wollten von Jihee wissen, ob das auch umgekehrt gilt und ob der „Brazilcore“-Trend, der in den sozialen Medien kursiert, schon in Korea angekommen ist.

    „Koreaner verbinden Brasilien schon lange mit Leidenschaft und mitreißender Energie. Samba ist in Korea sehr bekannt und läuft oft als Hintergrundmusik in Fernsehsendungen“, antwortet sie.

    Das Problem ist ihrer Meinung nach nicht fehlendes Interesse, sondern der Kalender. „Die meisten Koreaner haben keinen besonders langen Urlaub.“ Allein die Anreise nach Südamerika frisst laut Jihee einen großen Teil der Zeit, die sie überhaupt haben. Deshalb planen viele Reisende Routen durch mehrere Länder, damit sich der Flug lohnt.

    Wie lassen sich Koreaner für Brasiliens Natur gewinnen, für Ziele wie die Lençóis Maranhenses, den Amazonas oder das Pantanal? Jihee hält klare Routen, die in die tatsächlich verfügbare Zeit passen, für einen guten Ansatz. „Mit Informationen und Reiserouten, die zeigen, wie man die Vielfalt Brasiliens auch in begrenzter Zeit gut erleben kann, könnten sich mehr Koreaner für Brasilien als Reiseziel entscheiden.“

    Bei Reisenden mit mehr Spielraum macht sie sich keine Sorgen, schließlich ist das Land riesig und hat enorm viel zu bieten. „Wer auf eigene Faust und mit mehr Zeit reist, könnte locker einen Monat in Brasilien verbringen und würde trotzdem immer wieder neue Orte entdecken.“

    👉 Mehr dazu: Beste Reisezeit: Brasilien

    Wo Jihee als Nächstes drehen will

    Ein Auftrag war Jihee nicht genug. Sie will wiederkommen, und zwar für die Seite Brasiliens, die sie diesmal nicht gesehen hat: die Städte. „Ich würde gern Großstädte wie São Paulo und Rio de Janeiro erleben. Ich bin sehr neugierig, wie das Leben in Brasiliens Städten aussieht.“

    Auch Campos do Jordão steht auf ihrer Liste. Die Bergstadt im Bundesstaat São Paulo ist wegen ihrer europäischen Architektur und des kühlen Wetters als „Schweiz Brasiliens“ bekannt. Jihee war im Winter unterwegs und fand es faszinierend, wie stark sich diese Jahreszeit dort von der im Norden und Nordosten unterscheidet, den Regionen, die sie bereist hatte.

    „Auf dieser Reise habe ich Regenwald, Inseln, Dünen, Lagunen und Städte an der Atlantikküste erlebt“, zählt sie auf. „Nächstes Mal würde ich gern eine ganz andere Seite Brasiliens filmen.“

    👉 Mehr dazu: Die 15 besten Ökotourismus-Reiseziele in Brasilien, die Sie 2026 erkunden sollten

    Trekking in den Lençóis Maranhenses mit PlanetaEXO

    Mit Jihee hast du den Park jetzt einmal durchquert. Du weißt also, was die Lençóis Maranhenses zu bieten haben: Dünen, die noch lange weitergehen, wenn du längst mit ihrem Ende rechnest, Lagunen, denen niemand widerstehen kann, Nächte in der Hängematte zwischen anderen Abenteuerlustigen und Dörfer, in denen dich die Menschen herzlich und gastfreundlich empfangen.

    PlanetaEXO ist eine Ökotourismus-Plattform, die sich auf Touren in den Lençóis Maranhenses spezialisiert hat. Von der ersten Buchung bis zum letzten Bad in einer Lagune: Gemeinsam mit erfahrenen lokalen Guides und Veranstaltern übernehmen wir die gesamte Logistik, damit du dich ganz auf das eigentliche Erlebnis konzentrieren kannst. Melde dich jetzt bei uns!

  • Drei Nächte im Südpantanal: Sandys Tierbegegnungen in Brasilien

    Drei Nächte im Südpantanal: Sandys Tierbegegnungen in Brasilien

    Eine Reisende, die Brasilien längst kannte, der erste Brasilien-Besuch ihres Sohnes und drei Nächte am Rio Miranda, erzählt in ihren eigenen Worten

    Sandy McKelvey ist 63 und fährt seit dem größten Teil ihres Erwachsenenlebens nach Brasilien. An einem Community College in New York unterrichtet sie Englisch als Fremdsprache; Portugiesisch spricht sie, weil sie in jüngeren Jahren ein Unternehmen in Brasilien führte und 12 Jahre lang durchs Land reiste.

    Gelebt hat sie in Bahia und Pernambuco, dazu kamen Ceará, Belém do Pará, Manaus, Minas Gerais, Natal, São Luís do Maranhão, Santarém, Rondônia und Acre. Nur eines fehlte in all den Jahren: Sie hatte nie einen Fuß ins Pantanal gesetzt. Empfohlen hatte es ihr ein befreundeter Biologe aus Corumbá, einer Stadt am Rand des Feuchtgebiets.

    Die Gelegenheit kam mit den zwei Ferienwochen ihres Sohnes Robert. Weil er zum ersten Mal nach Brasilien flog, standen Rio de Janeiro und São Paulo am Anfang der Route schnell fest. Sandy suchte danach aber den Kontrast und entschied sich für das Feuchtgebiet, das sich über 210.000 km² in Mato Grosso und Mato Grosso do Sul erstreckt.

    Im August 2026 verbrachten Sandy und Robert drei Nächte in einer Dschungel-Lodge am Ufer des Rio Miranda, auf einer günstigen Pantanal-Tour, die PlanetaEXO organisiert hatte und ein einheimischer Guide leitete. Ihre Geschichte erzählen wir jetzt: Schau sie dir unten an!

    Was sie erwartet hat und was das Pantanal wirklich ist

    Im Kopf hatte Sandy die Bilder aus Naturdokus. Vor Ort fand sie eine erstaunlich stark bewirtschaftete Landschaft, denn auf einem guten Teil des Südpantanals weiden Rinder.

    “Mir wurde klar, wie viel vom Pantanal Agrarland ist, Fazendas, Rinderzucht,” sagte sie. “Und das ergab Sinn. Es war nicht genau so, wie ich es mir vorgestellt hatte, aber trotzdem sehr interessant. Es hat mir wirklich gefallen.”

    Wie unberechenbar wilde Natur gerade bei Tieren ist, wusste sie. Robert hoffte trotzdem auf einen Ameisenbären. Daraus wurde leider nichts, dafür bekamen Mutter und Sohn Wasserschweine, Kaimane, Wasserbüffel, Brüllaffen und viele schöne Vögel zu sehen.

    Fürs Pantanal gilt: Die Trockenzeit, etwa von Juli bis Oktober, drängt die Tiere an die letzten Wasserstellen und beschert dir die besten Chancen. Brasiliens erste Adresse für Tierbeobachtung ist die Region ohnehin, doch die Natur folgt ihrem eigenen Rhythmus. Genau diese Unberechenbarkeit macht Ökotourismus so authentisch.

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    Im Pantanal ist dein Guide dein bester Freund

    Frag Sandy, was die Reise ausgemacht hat, und sie redet über Bobby, ihren Guide. “Das Besondere an der Reise war unser Guide. Er war einfach großartig.”

    Seine Arbeit hörte nie auf, so beschreibt sie es. “Er hat die Umgebung permanent nach Tieren abgesucht. Und ehrlich: Wäre er nicht dabei gewesen, hätten wir nichts gesehen, weil sich die Tiere verstecken. Ein Beispiel bringt sie immer wieder: eine Gruppe Brüllaffen, hoch oben und weit weg. “Er hat einfach bemerkt, dass sich ein paar Äste bewegen, und rief: ‘Schaut, Brüllaffen!’ Das war unglaublich,” schwärmte sie.

    Der Zufall wollte es, dass Bobby ausgerechnet diesen Freund aus Corumbá gut kennt, was die Erfahrung noch reicher und persönlicher machte.

    Die andere Hälfte waren die Gespräche. Sandy fragte pausenlos nach, und was sie hörte, war ein Brasilien, das ihr in Bahia oder Pernambuco nie begegnet war. “Mir hat gefallen, Menschen kennenzulernen, die anders sind als die, denen ich in anderen Teilen Brasiliens begegnet bin,” sagte sie.

    Ihr Fazit ist der einfachste und zugleich wertvollste Rat. Fahr niemals ohne Guide ins Pantanal. Das wäre reine Zeitverschwendung.”

    👉 Mehr dazu: Anreise ins Pantanal in Brasilien

    Flussaufwärts in den schmalen Seitenarm, wo die Tiere nah herankamen

    Aus dem gesamten Programm ragt eine Ausfahrt heraus: die zweite Bootstour, die flussaufwärts in einen kleineren Wasserarm führte. Dort sah Sandy deutlich mehr Tiere.

    Den Moment, den sie am genauesten beschreibt, erlebte sie in einem sumpfigen, dicht bewachsenen Abschnitt, wo das Boot einfach anhielt. “Wir sind kurz dort geblieben, und dann haben wir gemerkt, dass wir komplett umzingelt waren,” erinnerte sie sich. Dutzende Kaimane auf allen Seiten.

    Und mitten zwischen ihnen lief ein jaçanã über die Pflanzen. Einheimische nennen ihn Jesus-Christus-Vogel, weil er “über das Wasser gehen” kann. Seine riesigen Füße mit den schlanken Zehen und langen Krallen verteilen das Gewicht auf den Wasserpflanzen und lassen ihn erstaunlich flüssig über die Fläche gleiten.

    “Er war direkt da, mitten unter all den Jacarés, und keiner hat den anderen gestört,” ergänzte sie. “Sie haben einfach zusammen abgehangen. Ich fand das sehr schön.”

    👉 Mehr dazu: Tiere im Pantanal: die Tierwelt Brasiliens

    Der Angeltag, mit dem niemand gerechnet hatte

    Piranha-Angeln gehört in der Lodge von Sandy und Robert zum Standardprogramm, doch sie hatte darauf wenig Lust. Weil eine andere Gruppe den Termin belegte, rutschte ihrer auf den letzten Tag. “Ich dachte, das wird gehetzt und einfach nicht besonders,” gab sie zu.

    Ausgerechnet daraus wurde einer der besten Momente der ganzen Reise. Den Unterschied machte wieder der Guide. “Es hat richtig Spaß gemacht. Ohne Bobby wäre es kein Spaß gewesen.” Von anderen Gruppen hatte Sandy gehört, dass sie nichts fingen und irgendwann aufgaben. Bobby stellte stattdessen eine Regel auf: Niemand hört auf, bevor alle einen Fisch gefangen haben.

    “Jeder von uns hat einen Fisch gefangen. Er hat uns immer wieder neues Fleisch gegeben und alles erklärt. Wir haben nicht aufgehört, bis wirklich alle einen hatten,” sagte sie lächelnd.

    Eine Kette, eine Machete und eine halbe Stunde Flechten

    Zum Abschluss des Aufenthalts stand eine kurze Wanderung an. Auch hier galt: Ohne professionelle Führung läuft nichts. “Uns wäre nichts aufgefallen, wenn er nicht auf bestimmte Dinge gezeigt hätte, auf einzelne Bäume zum Beispiel,” merkte Sandy an.

    Unterwegs blieb Bobby an einer Sukkulente stehen, zeigte der Gruppe, wie man mit der Machete die Fasern aus einem Blatt löst, und flocht sie so lange, bis das Band hielt. Gedacht war das Armband für Robert, doch Bobby verschätzte sich bei der Länge und gab es jemand anderem. Kein Problem: Für Robert würde er ein neues machen.

    Also schnitt er ein zweites Blatt ab und nahm es dann mit zurück. Am nächsten Tag, kurz vor dem Angeln, setzten sich Bobby und Robert zusammen und arbeiteten daran. Heraus kam statt eines Armbands eine Kette: ein Kaimanzahn, den er dabeihatte, eine zweite eingeflochtene Faser für den Farbkontrast und rund eine halbe Stunde Arbeit.

    “Das war so unglaublich schön, weil dieser Mann ganz klar Künstler und Guide zugleich ist,” sagte sie. “Damit rechnet man überhaupt nicht. [Bobby] wollte einfach, dass [Robert] ein schönes kleines Andenken hat.”

    Gute Gastfreundschaft und ein sehr heißer Tag

    Dass ihre Unterkunft, die Pantanal Jungle Lodge, angenehm rustikal ist, wussten Sandy und Robert vorher. “Es ist etwas urig, aber genau das haben wir erwartet, und genau das mögen wir,” sagte sie. Sie nahmen eines der Etagenbetten und teilten sich das Zimmer mit zwei weiteren Reisenden. “Das war völlig in Ordnung. Alle waren super höflich.

    Der Rest ihres Urteils fällt kurz und eindeutig aus: “Das Essen war wirklich gut und alle Gäste waren super freundlich.” Die Lodge liegt direkt am Rio Miranda, und der nimmt einem die halbe Arbeit ab: Vögel fotografierte Sandy, ohne das Gelände zu verlassen.

    Mit dem Aufenthalt war Sandy zufrieden, mit der Hitze weniger. Das Pantanal ist von Natur aus heiß und je nach Jahreszeit trocken; ein Vormittag beim Ausritt forderte sie allerdings besonders. “Es müssen etwa 100 °F (38 °C) gewesen sein. Es war richtig heiß und wir waren draußen in der Sonne.”

    Am Nachmittag ging die Gruppe Kajakfahren, gegen die Strömung. “Ich fahre eigentlich sehr gern Kajak, aber es war einfach zu heiß. Irgendwann dachte ich nur noch: Ich habe eine Hitzeerschöpfung.” Anstrengend war das, doch sie stellte klar: Niemand sonst hatte dieses Problem. “Das war nur ich. Mir hat die Hitze zu schaffen gemacht.”

    Das Wetter bestimmt den Ablauf und die Erlebnisse stark mit, nicht nur im Pantanal, sondern in jedem Naturreiseziel. Die eigenen Grenzen zu kennen, so wie Sandy, ist das Klügste, was du tun kannst!

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    War das Pantanal sicher? Sandys ehrliche Antwort

    Naiv beantwortet Sandy diese Frage nicht. Sie hat in Brasilien gelebt, in brasilianischen Städten Gutes wie Schlechtes erlebt und bewegt sich in Großstädten sehr bewusst.

    Ihre Antwort zum Pantanal kam sofort. “Ich habe mich zu 100 % sicher gefühlt. Man muss sich nicht einmal Gedanken darüber machen, wo man seine Geldbörse oder seine Tasche liegen lässt,” bekräftigte sie.

    Auch die Tiere machten ihr keine Sorgen. “Ich hatte nie Angst vor den Tieren. Der Gedanke kam mir gar nicht erst,” sagte sie. “Wir sitzen in einem großen Boot. Das ist sicher.” Ihr fiel auch die organisatorische Seite auf. “[Die Crew] hat sehr genau darauf geachtet, dass alle eine Schwimmweste tragen.”

    Nächster Halt: das Amazonasgebiet (diesmal mit ihrer Tochter)

    Aus der Pantanal-Reise ist längst die nächste entstanden. Sandys Tochter kommt zum ersten Mal nach Brasilien, und die beiden fahren nach Manaus und weiter ins Amazonasgebiet, das Sandy von früher kennt und seither nicht mehr gesehen hat.

    Diese beiden Ziele in einem Leben zu sehen, ist eine gute Kombination. Das Amazonasgebiet ist Wald: dicht, vertikal und geheimnisvoll. Das Pantanal ist offenes Feuchtgebiet, in dem das Wasser die Tiere ins Blickfeld zieht.

    Als jemand, der Brasilien in- und auswendig kennt, empfiehlt Sandy den Ort, der ihr Herz gewonnen hat: Salvador in Bahia, eine der Städte, in denen sie gelebt hat. “Die Stadt ist so besonders, so geschichtsträchtig, dazu die Kultur, die Musik. Wer nach Brasilien fährt, muss nach Salvador.”

    👉 Mehr dazu: Pantanal oder Amazonas: Was passt zu dir?

    Das Südpantanal mit PlanetaEXO besuchen

    Du hast Sandys Reisegeschichte gelesen und weißt jetzt, was das Südpantanal wirklich bietet: ein bewirtschaftetes Feuchtgebiet, in dem Tiere gefunden und nicht vorgeführt werden. Und einen Guide, der das Flussufer lesen kann und damit über die ganze Reise entscheidet.

    PlanetaEXO ist eine Ökotourismus-Plattform, die auf Touren ins Südpantanal spezialisiert ist. Gemeinsam mit erfahrenen Guides und Veranstaltern vor Ort übernehmen wir die Logistik (Transfer ab Campo Grande, Lodge, Mahlzeiten und Aktivitätenprogramm), damit du dich von der ersten Buchung bis zur letzten Bootsfahrt auf die Natur konzentrieren kannst. Schreib uns jetzt!

  • Schwimmende Öko-Lodge am Rio Negro im Amazonas, vom Boot aus bei Sonnenaufgang gesehen

    Unterwegs im Amazonas: Ericas Abenteuer in einer schwimmenden Lodge in Brasilien

    Unterwegs im Amazonas: Ericas Abenteuer in einer schwimmenden Lodge in Brasilien

    Eine Reisende, zwei Freundinnen und ein überraschend intensiver Einstieg in den größten tropischen Regenwald der Welt

    Manche Reisen beginnen mit einem Ort, diese begann mit einem Termin. Erica L., 41, arbeitet in den USA als Research-Analystin. Als eine Freundin ihre Hochzeit in Rio de Janeiro ansetzte, war für Erica klar: die perfekte Gelegenheit, die Reise zu verlängern. Wenn sie schon den ganzen Weg nach Brasilien fliegt, wollte sie mehr davon sehen.

    Zusammen mit zwei Freundinnen brach sie zu einer Reise ins Amazonasgebiet auf, die sie so schnell nicht vergisst. Übernachtet hat sie in einem autarken Hotel mit 6 Suiten, das auf dem Fluss schwimmt, mit dem Wasserstand steigt und fällt und das ganze Jahr über mit sauberer Energie läuft.

    Luftaufnahme eines dunklen Flusses, der sich durch den Amazonas-Regenwald in Brasilien schlängelt

    Erica und ihre Freundinnen fuhren auf einer 3-tägigen Amazonas-Dschungeltour ab Manaus in den Regenwald, organisiert und begleitet vom Team von PlanetaEXO und von lokalen Guides. Hier erzählen wir ihre Geschichte, damit du siehst, wie sich Natur wirklich anfühlt: besondere Tierbegegnungen, Kontakt zu den Menschen vor Ort und viel mehr Komfort, als sie erwartet hatte. Lies selbst!

    Eine Reiseverlängerung, die alle Erwartungen übertraf

    Als Erica die Tour buchte, waren ihre Erwartungen schon hoch. Sie hatte das Programm von PlanetaEXO gelesen und Fotos gesehen, doch die Wirklichkeit übertraf alles. Das Team der Lodge hat sich weit über das Übliche hinaus für uns eingesetzt. Sie waren so herzlich und nett zu uns“, erinnert sie sich.

    Am meisten überraschte sie das Maß an Komfort. Sie hatte mit einer harten Expedition und mit Mücken gerechnet (ihren Freundinnen hielt sie vorher sogar eine kleine Standpauke zum Thema Mückenspray), und dann kam genau das Gegenteil.

    Die schwimmende Lodge hat eine schöne Dachterrasse zum Sternegucken und einen einladenden Pool. „Es war alles sehr gut machbar und bequem. Die Bootsfahrten waren ruhig und dauerten höchstens 3 Stunden, und das Team hat immer darauf geachtet, was die Gruppe gerade braucht.“

    Reisende bei einer Bootsfahrt auf dem Rio Negro während einer 3-tägigen Amazonas-Tour ab Manaus

    👉 Mehr lesen: Die besten Amazonas-Lodges in Brasilien

    Gastfreundschaft am Amazonas und Blick fürs Detail

    Mit Ernährungseinschränkungen zu reisen kann schwierig werden, gerade in abgelegenen Gegenden. Erica ist Vegetarierin, ihre beiden Freundinnen leben vegan. „Ehrlich gesagt hatte ich ein bisschen Angst, dass sie verhungern, weil das keine sehr verbreitete Ernährung ist.“

    Das Team der Lodge lief dann zu Hochform auf. Zu jeder einzelnen Mahlzeit gab es eigens zubereitete vegane Hauptgerichte und Desserts aus lokalem Gemüse und lokalen Zutaten, ganz im Sinne dessen, wofür die Lodge bei Nachhaltigkeit und Umweltschutz steht.

    Suite der schwimmenden Lodge im Amazonas mit Flussblick, Hängematte auf der Terrasse und Fernglas auf dem Bett

    👉 Mehr lesen: Amazonas-Küche: 7 typische Gerichte aus Brasilien

    Der Guide, der den Wald liest

    In einem Wald ohne Schilder und mit Flüssen, die sich je nach Saison verschieben, hängt alles am Guide. Ericas Guides, Tyson und Josephine, haben bei ihr einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

    Tyson kannte die Region so gut, dass er den Bootsführer während einer Tour warnte: Das sei das letzte Mal, dass sie diese eine Route nehmen könnten, weil der Wasserstand gefallen war und es bald zu riskant würde. „Es war völlig verrückt für mich, mir vorzustellen, wie gut man ein Gelände kennen muss, um so etwas zu wissen. Mein Gehirn hat dieses Wissen über gar nichts“, scherzte Erica, beeindruckt von so viel Können.

    Die Gastfreundschaft war genauso stark. Als Tyson erfuhr, dass am nächsten Tag eine französische Familie anreisen würde, blieb er bis 3 Uhr morgens wach, um ein paar Brocken Französisch zu lernen und sie bestmöglich zu begrüßen.

    Eine weitere Überraschung war die Herkunft des Teams. „Mir war nicht klar, dass das gesamte Personal aus den indigenen Gemeinschaften vor Ort kommt“, gibt sie zu. „Schon das allein ist einer der schönsten Teile der Reise. [Das Team] war so warmherzig und freundlich. Das war die gastfreundlichste Unterkunft, die ich je auf einer Reise erlebt habe.“

    Gruppe auf einem Regenwaldpfad mit einem lokalen Guide während einer Amazonas-Dschungeltour

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    Tierbegegnungen, die im Kopf bleiben

    Die Gruppe angelte Piranhas und sah Faultiere, Kaimane, viele Vögel und zwei Affenarten, doch die Show stahlen die Amazonasdelfine.

    „Tyson sagte zu uns: ‚Ich glaube, ihr seht nicht nur Delfine, ich glaube, ihr seht ganze Delfinschwärme.‘ Und wir sind rausgefahren und haben genau das gesehen! Es war unglaublich. Sie haben gejagt, sind aus dem Wasser gesprungen und kamen ganz nah ans Boot“, erinnert sich Erica begeistert. Die Sichtungen kamen oft genug, dass alle sie filmen konnten.

    Amazonas-Flussdelfin, der knapp unter der Wasseroberfläche des Rio Negro schwimmt

    👉 Mehr lesen: 15 Amazonas-Tiere: entdecke die Tierwelt Brasiliens

    Ist eine Reise in den Amazonas sicher? Ericas ehrliche Antwort

    Sicherheit beschäftigt fast alle, die zum ersten Mal nach Brasilien reisen. Erica fühlte sich zu 100 % sicher. Vor der Reise hatte sie den PlanetaEXO-Blogbeitrag über Sicherheit in Manaus gelesen und vernünftige Vorsichtsmaßnahmen getroffen.

    „Ich wusste, dass ich ernst nehmen muss, was ich da lese. Wir sind immer Uber Black gefahren, und ich war sehr vorsichtig damit, wie lange wir abends unterwegs waren. Ich will nicht abenteuerlustiger sein, als ich es an einem Ort wäre, den ich besser kenne, also hatte ich keinerlei Probleme [nirgendwo in Brasilien]“, erzählt sie.

    Auch die Sprache war kein Hindernis. Ericas Grundkenntnisse in Spanisch reichten, weil es dem Portugiesischen ähnelt. In der Lodge führte sie ganze Gespräche auf Spanisch mit dem Koch und dem Barkeeper. „Alle waren sehr geduldig und nett.“

    Ericas Tipps für alle, die zum ersten Mal fahren

    Nach ihrer Reise hat Erica drei praktische Tipps für alle, die den Amazonas planen:

    Nimm kleine Scheine fürs Trinkgeld mit

    Erica hätte gern mehr Reais (die Landeswährung) in bar dabei gehabt, um den vielen Leuten im Team (Guides, Bootsführern und Lodge-Personal) einzeln Trinkgeld zu geben, die sie so außergewöhnlich gut betreut haben. „Mir war nicht klar, wie zuvorkommend und intensiv der Service sein würde.“ Es waren mindestens fünf Personen, denen sie einzeln etwas geben wollte.

    Gut zu wissen: Die Trinkgeldkultur in Brasilien ist anders als in den USA, weil der Service oft schon auf der Rechnung steht und das Personal nicht damit rechnet. Es freut, ist aber nie Pflicht. Wenn du Trinkgeld geben möchtest, nimm kleine Scheine in Reais mit.

    Denk an Spenden für die Gemeinden

    Auf der Reise besuchte die Gruppe eine beeindruckende Dorfschule, in der die Kinder mehrere Sprachen lernen. Hätte sie vorher gewusst, dass manche Gemeinden Spenden annehmen, hätte sie gern Schulmaterial mitgebracht.

    „Ich würde mir nie anmaßen, so etwas einfach zu tun, weil es komisch werden kann, wenn man Geschenke anbietet, von denen niemand gesagt hat, dass sie in Ordnung sind“, sagt sie. Erica empfiehlt, vorher zu fragen, ob es eine Möglichkeit gibt, die besuchten Gemeinden zu unterstützen.

    Pack auch legere Resort-Kleidung ein

    Erica hatte sich auf eine „extreme“ Dschungelexpedition vorbereitet, dabei war die Stimmung in der Lodge sehr angenehm. „Reisende sollten ruhig mehr Resort-Kleidung oder legere Sachen für die Zeit in der Lodge einpacken“, rät sie.

    Schwimmende Öko-Lodge mit roten Dächern, die sich im Rio Negro im brasilianischen Amazonas spiegelt

    👉 Mehr lesen: Beste Reisezeit Amazonas: Wann du den Regenwald in Brasilien besuchen solltest

    Nächste Pläne: das Pantanal

    Eine Reise war ihr nicht genug. Brasilien hat sie überzeugt, und sie denkt schon an die nächste. Das nächste Ziel? Das Pantanal.

    Als großer Tierfan (der es in Rio de Janeiro nicht geschafft hat, Wasserschweine zu sehen!) träumt sie schon davon, in die Region zu fahren und die Jaguare zu sehen.

    Jaguarmutter, die ihr Junges putzt, in Brasilien

    👉 Mehr lesen: Wo man im Pantanal Jaguare sieht

    Entdecke den Amazonas mit PlanetaEXO

    Jetzt, wo du den Amazonas mit Ericas Augen gesehen hast, weißt du, was diese Reise dir abverlangt (sehr wenig) und was sie zurückgibt: spontane Tierbegegnungen, aufmerksame Guides, die den Fluss lesen wie eine Karte, Gastfreundschaft auf hohem Niveau und große Naturlandschaften.

    PlanetaEXO ist eine Ökotourismus-Plattform, spezialisiert auf Amazonas-Touren in Brasilien. Wir arbeiten mit den besten Anbietern zusammen und übernehmen die Logistik (Transfers, Lodges, Mahlzeiten und Route), damit du dich nur noch auf die Reise konzentrieren musst. Schreib uns jetzt!

  • Der 3-Tage-Trek einer Familie durch die Lençóis Maranhenses: Olivias Brasilien-Geschichte

    Der 3-Tage-Trek einer Familie durch die Lençóis Maranhenses: Olivias Brasilien-Geschichte

    Eine österreichische Familie, dreieinhalb Wochen in Brasilien und drei Tage zu Fuß durch eine Wüste aus weißen Dünen und Süßwasserlagunen, erzählt in Olivias eigenen Worten

    Manche Reisen beginnen mit einem Ort, diese aber begann mit einer Jahreszeit. Olivia Rossignol, 48, arbeitet bei den Vereinten Nationen und lebt in Österreich. Wenn sie eine Reise für ihre Familie plant, fängt sie damit an, Dinge auszuschließen. Sie wollte irgendwohin, wo es im europäischen Sommer warm zum Reisen ist, ohne dabei in der Regenzeit eines anderen Landes zu landen, was sie zu Brasilien führte. Während im Süden Juli Winter ist, liegt der Norden des Landes mitten in der Trockenzeit.

    Das genaue Reiseziel kam von ihrer 15-jährigen Tochter. Als sie eines Abends Brasilien googelte, stieß sie auf die surrealen Bilder der Lençóis Maranhenses, die auf Instagram gerade im Trend lagen, und stellte die naheliegende Frage: Können wir da hin? Sie bauten die gesamte dreieinhalbwöchige Reise darum herum auf und ergänzten unterwegs Rio de Janeiro, Pipa, Salvador, Chapada Diamantina und Morro de São Paulo.

    Doch der Lençóis-Maranhenses-Nationalpark, eine 155.000 Hektar große Weite aus weißen Sanddünen und Regenwasserlagunen im Bundesstaat Maranhão, war von Anfang an der Ankerpunkt. Es war das erste Mal, dass die Familie in Brasilien war, und ohne Zweifel war es das absolute Highlight ihrer gesamten Reise.

    Olivia, ihr Mann und ihre Tochter durchquerten die Dünen und Lagunen auf einem 3-tägigen Lençóis-Maranhenses-Trek, organisiert und geführt vom Team von PlanetaEXO und lokalen Guides. Jetzt teilen wir ihre Geschichte, um dir zu zeigen, wie sich dieses Erlebnis wirklich anfühlt: für eine Familie, für Brasilien-Neulinge und für alle, die sich dieselben Fragen stellen wie sie. Sieh es dir unten an!

    Ein Reiseziel, das ihre Tochter online fand

    Vor einem Jahr hatte Olivia die Lençóis Maranhenses nicht einmal auf dem Schirm, wie sie offen zugibt. „Egal, wem ich erzähle, dass ich dort war, niemand kennt es. Und ehrlich gesagt kannte ich es vor einem Jahr auch nicht,“ gestand sie.

    Die Idee überlebte nur, weil sie ihr eigentliches Problem löste (ein Reiseziel in der Trockenzeit im Juli) und weil ihre Tochter immer wieder auf die Bilder drängte, die sie online gesehen hatte.

    Also drehten sie die übliche Logik um. Statt Lençóis in eine Brasilien-Route einzupassen, bauten sie alles rund um Lençóis herum auf und füllten den Rest danach auf. Für eine erste Familienreise nach Südamerika erwies es sich als gute Entscheidung, einen Screenshot einer 15-Jährigen die Richtung vorgeben zu lassen.

    👉 Weiterlesen: Beste Reisezeit für die Lençóis Maranhenses

    Drei Tage abgeschieden von der Welt und eine Landschaft wie von einem anderen Stern

    Die Camps im Park boten WLAN, doch Olivia nutzte es bewusst nicht. „Mir war klar, dass ich es drei Tage lang nicht haben würde“, sagte sie. „Ich war sogar ein bisschen enttäuscht, dass sie es überhaupt anboten. So etwas gibt es heute kaum noch, mehrere Tage offline zu sein.

    Diese Entscheidung ist ein großer Teil davon, warum das Trekking in den Lençóis Maranhenses sie so traf, wie es das tat. „Ich hatte das Gefühl, an einem völlig anderen Ort zu sein, nicht auf der Erde“, staunte sie und erzählte, dass sie im Februar in der marokkanischen Wüste gewesen war und etwas Ähnliches erwartet hatte, nur in Weiß. „Ist es aber nicht. Es ist viel spektakulärer.

    Was Olivia am meisten überraschte, war, dass der Nationalpark seine eigene Messlatte immer höher legte. „Du wanderst einen ganzen Tag, du siehst den weißen Sand, die Dünen, die Lagunen, du übernachtest schön Und dann ist der nächste Tag noch schöner als der Tag davor“, erinnerte sie sich. „Du erwartest es nicht, weil du denkst, du hättest schon alles gesehen. Aber es wird noch besser.

    Der dritte und letzte Tag war der beste von allen, und die Gruppe hatte Glück mit dem Timing. „Wir hatten Vollmond, also gingen wir nachts los und schwammen darunter. Das war wirklich toll.“ Auch das Wetter half mit: An drei Tagen hatten sie blauen Himmel und, nach ihrer Zählung, nur etwa fünf Minuten Regen.

    👉 Weiterlesen: Wie viele Tage solltest du in den Lençóis Maranhenses verbringen?

    Die Guides, die bis zum Schluss blieben

    In einem Park ohne Straßen, ohne Schilder und ohne Empfang tragen die Guides die Reise. Ihre beiden, Patricio und Cristiano, hinterließen den stärksten Eindruck von allen, die sie in Brasilien traf. „Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie so freundliche Menschen getroffen wie diese beiden Guides.

    Der Moment, der ihr in Erinnerung blieb, kam ganz am Ende, in Santo Amaro, als die Reise offiziell schon vorbei war. Die Familie hatte einen Transfer für den Mittag gebucht, und, in Olivias Worten, „fing ich auf meine europäische Art an, nervös zu werden,“ als das Mittagessen bis dahin nicht da war. Der Guide regelte es einfach: Er blieb und aß mit ihnen, ging selbst in die Küche, um nach dem Essen zu sehen, trug es heraus und sorgte dafür, dass der Transfer klappte.

    „Wenn sich jemand um dich kümmern soll, dann kümmert er sich vollkommen um dich. Und du spürst es, denn für sie ist das nicht einfach nur ein Job“, sinnierte sie.

    👉 Weiterlesen: Wie kommst du zu den Lençóis Maranhenses?

    Die Sprachbarriere – überwunden durch die brasilianische Herzlichkeit

    Olivia war mit der gesamten Reise zufrieden, aber als sie nach etwas gefragt wurde, das nicht funktionierte, sagte sie, es sei schwierig gewesen, überhaupt jemanden zu finden, der Englisch sprach, und zwar nicht nur in einem kleinen Dorf, womit sie gerechnet hatte, sondern auch in Rio, was eine Überraschung war.

    Zwar halfen die Italienisch- und Spanischkenntnisse der Familie, doch mit manchen Einheimischen war die Verständigung etwas mühsam. Trotzdem war es nichts, was das Erlebnis hätte trüben können. „Alle waren trotzdem freundlich, und ich würde wiederkommen. Ich komme ganz sicher wieder. Es gibt in diesem Land noch so viel mehr zu sehen.

    War Brasilien sicher? Olivias ehrliche Antwort

    Vor der Reise war Olivia ein bisschen besorgt. „Keine Angst, aber besorgt,“ stellte sie klar. Das Erste, was Freunde fragten, als sie nach Hause kam, war, ob Brasilien gefährlich sei. Ihr Fazit nach dreieinhalb Wochen war pragmatisch.

    „Du musst nur etwas gesunden Menschenverstand in das einbringen, was du tust, und du brauchst keine Angst zu haben.“ In der Praxis hieß das: ein einfaches T-Shirt, kein Schmuck und nachts nicht allein unterwegs sein.

    Sie tut nicht so, als sei nichts passiert. In Salvador, einer Stadt, die ihr wirklich gefiel, führte ein 20-minütiger Fußweg zu einem Supermarkt die Familie aus dem Zentrum heraus, und die Stimmung änderte sich gegenüber den belebten Orten, an denen sie zuvor gewesen waren. „Die Straßen wurden dunkler, und wir fühlten uns plötzlich allein, also blieben wir einfach stehen und nahmen ein Uber.

    Auch wenn einige Momente kurzes Unbehagen auslösten, rührte ihre Anspannung vor allem daher, dem Unbekannten zu begegnen, und nicht von echten Schwierigkeiten. Am Ende verlief die gesamte Reise reibungslos.

    Die Überraschungen, die Brasilien bereithielt

    Olivia spricht offen darüber, mit einem Vorurteil angereist zu sein. „Wir haben in Europa diese dumme Arroganz“, räumte sie ein, die Annahme, dass alles außerhalb Europas weniger pünktlich, weniger organisiert sei. Brasilien räumte damit auf.

    Die Familie nahm drei Inlandsflüge. Nach einem langsamen Check-in stellte sie sich auf Verspätungen ein, die nie kamen. „Alles war pünktlich, alles lief gut. In manchen Fällen sogar noch besser.

    Das Essen war eine weitere leise, köstliche Überraschung. Das Briefing vorab spielte es herunter, fast wie eine Entschuldigung dafür, dass die Mahlzeiten auf dem Trek sehr einfach sein würden. Doch am Ende genossen Olivia und ihre Familie all die hausgemachten Gerichte, die die Gastgeber für sie zubereiteten, in vollen Zügen.

    Auch den Rest von Brasilien bewertete sie hoch, doch sie besteht darauf: Nichts kommt an die Lençóis Maranhenses heran.

    Olivias Tipps für alle, die zum ersten Mal nach Brasilien reisen

    Auf die Frage, was sie einem Freund raten würde, der zum ersten Mal nach Brasilien reist, hatte Olivia drei Reisetipps, basierend auf ihrer eigenen Erfahrung:

    • Lern ein bisschen Portugiesisch: Schon eine Handvoll gängiger Wörter bringt viel, vor allem außerhalb der großen Hotels, wo Englisch selten ist.
    • Lass nicht die Angst deine Reise planen: Es ist nicht so gefährlich, wie die Leute denken. Den größten Teil erledigt der gesunde Menschenverstand.
    • Plane richtig: Brasilien ist zu groß, um einfach einen Flug zu buchen und abzuwarten, was passiert. Entscheide vor der Abreise, wohin du willst und was du machen möchtest.

    👉 Weiterlesen: 10 Reisetipps für die Lençóis Maranhenses, um das Beste aus deiner Reise zu machen

    Wohin Olivia als Nächstes will, und ihr abschließendes Fazit zu den Lençóis Maranhenses

    Eine Reise war eindeutig nicht genug. Olivia ist sich sicher, dass sie wieder nach Brasilien reisen wird.

    Ganz oben auf ihrer Liste steht das Pantanal, gefolgt vom Amazonas-Regenwald und der Küste rund um Paraty, südlich von Rio de Janeiro. Für eine Familie, die für eine Wüste kam und mit Plänen für ein Feuchtgebiet und einen Dschungel wieder abreiste, ist das die stärkste Bewertung überhaupt.

    Auf die Bitte, die Reise zusammenzufassen, greift Olivia nicht zur Landschaft oder zur Logistik, sondern zum Gefühl. „Die beste Zeit unseres Lebens,“ sagte sie über den 3-Tage-Trek in den Lençóis Maranhenses. „Die Kommunikation und Organisation durch PlanetaEXO waren perfekt, prompt und vertrauenswürdig. Das Trekking selbst war eine unserer besten Zeiten überhaupt. Wir können es wärmstens empfehlen!

    Trekking in den Lençóis Maranhenses mit PlanetaEXO

    Jetzt, wo du den Park durch Olivias Augen gesehen hast, weißt du, was dir eine Reise zu den Lençóis Maranhenses wirklich zurückgibt.

    PlanetaEXO ist eine Ökotourismus-Plattform, die auf Lençóis-Maranhenses-Touren und andere Abenteuer in ganz Brasilien spezialisiert ist. Gemeinsam mit erfahrenen lokalen Guides kümmern wir uns um die Logistik (Transfers, Camps, Verpflegung und die Route), damit du und deine Familie euch auf die Dünen konzentrieren könnt, von deiner ersten Buchung bis zur letzten Lagune im Vollmond. Kontaktiere uns jetzt!

  • Eine alleinreisende Reiterin durchquert die weißen Sanddünen des Nationalparks Lençóis Maranhenses zu Pferd, hinter ihr erstreckt sich eine Regenwasserlagune.

    Die Lençóis Maranhenses zu Pferd durchqueren: Patricias Solo-Abenteuer in Brasilien

    Eine Reisende, vier Wochen und eine Durchquerung der surrealsten Wüste Brasiliens zu Pferd, erzählt mit ihren eigenen Worten

    Manche der besten Reisen sind die, die man nie geplant hat. Patricia George, 31, Physiotherapeutin aus Deutschland, wollte eigentlich auf Bali surfen. Eine Woche vor dem Abflug wurden ihre Flüge, die über Abu Dhabi führten, wegen des Krieges gestrichen. Sie wollte irgendwohin, wo es warm ist und gute Wellen gibt; eine Freundin aus São Paulo riet ihr, nach Brasilien zu reisen, und damit war die Sache klar. Es war ihr erstes Mal im Land und ihr erstes Mal in Südamerika, allein für vier Wochen.

    Sie startete in São Paulo, surfte 5 Tage in Ubatuba und arbeitete sich dann über Paraty, Rio de Janeiro und Ilha Grande vor, bevor sie nach Norden zum Nationalpark Lençóis Maranhenses flog, einer 155.000 Hektar großen Weite aus weißen Dünen und Regenwasserlagunen im Bundesstaat Maranhão, von ICMBio als Nationalpark anerkannt. Von allen Orten, die sie in Brasilien sah, war das ihr liebster. „Es war wirklich, wirklich beeindruckend“, sagte sie. „So etwas habe ich noch nie gesehen.“

    Patricia ritt durch die Dünen und Lagunen, ein Erlebnis, das vom Team von PlanetaEXO und lokalen Partnern organisiert und begleitet wurde. Jetzt teilen wir ihre Geschichte, um Ihnen zu zeigen, wie sich eine Durchquerung der Lençóis Maranhenses zu Pferd wirklich anfühlt. Sehen Sie selbst!

    Reiterin seit dem 10. Lebensjahr (aber nie auf Sand)

    Patricia wählte die Durchquerung zu Pferd nicht aus einer Laune heraus. Sie reitet seit ihrem 10. Lebensjahr, der Sattel war also vertrautes Terrain. Das Gelände nicht. „Ich reite, seit ich 10 bin“, erzählte sie, „aber auf Sand zu reiten ist etwas ganz anderes.“

    Durch die Dünen zu reiten hat nichts damit zu tun, zu Hause eine Runde über ein Feld zu drehen: Der Boden gibt nach, das Pferd muss mehr leisten, und die Route führt stundenlang zwischen Lagunen hindurch, statt um einen eingezäunten Platz.

    Für eine erfahrene Reiterin ist genau dieser Gegensatz der Punkt: Das Können bleibt, aber die Umgebung macht aus einer vertrauten Aktivität etwas Neues.

    Eine Reiterin mit Cap hält inne, um ihrem Pferd auf den weißen Dünen der Lençóis Maranhenses bei Sonnenuntergang die Nüstern zu streicheln.
    Reiten auf Sand ist ganz anders — die Verbindung bleibt dieselbe.

    👉 Mehr lesen: Beste Reisezeit für die Lençóis Maranhenses

    Tage im Sattel, ohne Signal und ohne Eile

    Am meisten blieb Patricia die Abgeschiedenheit im Gedächtnis. Die Gruppe war den ganzen Tag auf den Pferden unterwegs, weit weg vom Handyempfang, ohne dass etwas an ihrer Aufmerksamkeit zerrte.

    „Wir waren den ganzen Tag auf den Pferden, und man hatte einfach Zeit zum Nachdenken“, sagte sie. „Das hat man im Alltag nicht oft.“ In einem Park, in dem die Regenwasserlagunen zwischen Dünen liegen, die bis zu 40 Meter hoch werden, spricht die Landschaft für sich. Keine Playlist, keine Benachrichtigungen, nur Sand, Wasser und das Tempo des Pferdes.

    Diese Art des Abschaltens ist mit ein Grund, warum sich das Reiten in den Lençóis Maranhenses so anders anfühlt als ein typischer Tagesausflug. Sie besuchen die Dünen nicht nur, sondern verbinden sich mit der Natur und leben ein paar Tage lang mittendrin.

    Eine türkisfarbene Regenwasserlagune zwischen weißen Sanddünen unter strahlend blauem Himmel in den Lençóis Maranhenses.
    Die Regenwasserlagunen liegen zwischen bis zu 40 Meter hohen Dünen.

    👉 Mehr lesen: Wie sind die Lençóis Maranhenses entstanden: Brasiliens Sanddünen und Lagunen verstehen

    Der Guide, der die Landschaft liest

    An einem Ort ohne Straßen, ohne Schilder und ohne Empfang ist der Guide alles. Patricias hat einen starken Eindruck hinterlassen.

    „Ich war sehr beeindruckt von meinem Guide, davon, wie er die Landschaft lesen konnte und genau wusste, wohin“, erinnerte sie sich. „Ohne mein Handy oder Google Maps wäre ich völlig verloren gewesen.“

    Er fuhr die Route seit Jahren und kannte jeden entlang des Weges, was der ganzen Reise das Gefühl einer kleinen, arbeitenden Gemeinschaft gab statt eines Touristenzirkus. Wie wir Patricia sagten: Ein Guide kann über eine Reise entscheiden, und an einem Ort wie den Lençóis ist er wirklich unverzichtbar.

    Eine Reiterin steht neben ihrem Pferd auf den Dünen und blickt über eine Lagune im straßenlosen Inneren der Lençóis Maranhenses.
    Ohne Straßen oder Schilder liest der Guide die Landschaft.

    Als Frau allein unterwegs

    Vor der Abreise hörte Patricia die übliche Sorge. „Die Leute sagten: ‚Bist du sicher, dass du fahren willst? Brasilien ist nicht das sicherste Land, gerade für eine Frau.‘“ Trotz der Warnungen war ihre Erfahrung das Gegenteil.

    „Ehrlich gesagt habe ich mich in diesen vier Wochen immer sicher gefühlt“, sagte sie. Weil die Reise so spontan war, kam sie ohne starre Erwartungen an und blieb offen für alles, was kam. Diese Haltung zahlte sich aus, zumal jede Buchung in letzter Minute erfolgte: Sie machte aus allem das Beste.

    Das heißt nicht, dass jede Nacht leicht war. In der ersten übernachtete sie in einer großen, offenen Lodge und merkte, dass sie außer der Gastgeberin die einzige Frau war. Patricia hatte etwas Angst, aber weil niemand sie behelligte, fühlte sie sich schnell wohl.

    Die zweite Nacht war weniger beunruhigend und eher absurd: Ihr Haus stand erhöht hinter einem Zaun, der die Tiere draußen halten sollte, aber die Schweine waren zu stark, brachen durch und lieferten sich die ganze Nacht einen lärmenden Revierkampf unter den Dielen. Das war definitiv ein Nervenkitzel, ging am Ende aber gut aus.

    Eine Reisende führt ihr Pferd zu Fuß über die weiten weißen Dünen der Lençóis Maranhenses unter bewölktem Himmel.
    Tage im Sattel durch eine straßenlose Wüste aus Sand und Wasser.

    Herzlich, zurückhaltend und ganz im Moment

    Ohne Portugiesisch zu reisen, hatte seinen Preis. Die Einheimischen waren herzlich, doch die Sprachbarriere hielt die Gespräche kurz. „Es war freundlich, aber distanziert“, gestand Patricia, und falls sie zurückkommt, steht etwas Portugiesisch zu lernen ganz oben auf ihrer Liste, damit sie wirklich Fragen stellen und in Kontakt kommen kann.

    Selbst auf Distanz wurde eines deutlich. „Die Menschen wirken, als würden sie das Leben wirklich leben“, erzählte sie und beschrieb, wie präsent die Einheimischen bei dem waren, was sie taten, viel weniger hektisch als in den Ländern, die sie zuvor besucht hatte.

    Die Nebensaison bedeutete, dass nur sie und der Guide unterwegs waren, doch die Lodges brachten trotzdem Gesellschaft: Sie traf zwei französische Reisende, die dieselbe Route zu Fuß gingen, und spielte abends Karten mit ihnen.

    Zwei gesattelte Pferde ruhen im Sand an einer Dünenlagune während einer Nebensaison-Durchquerung der Lençóis Maranhenses.
    Nebensaison: nur eine Reisende, ein Guide und die Pferde.

    👉 Mehr lesen: Wie kommt man zu den Lençóis Maranhenses?

    Warum einfach die richtige Wahl war

    Patricia wusste von Anfang an, dass die Unterkunft einfach sein würde. Anders hätte sie es gar nicht gewollt. „Ich wusste, dass es einfach sein würde, aber ich glaube, genau das macht die Reise echt. Jede Art von Luxus würde hier fehl am Platz wirken.“

    In einer so unverfälschten Umgebung ist Komfort nicht das Verkaufsargument, Ehrlichkeit aber schon. Der Gewinn war persönlich: Die Reise, sagte sie, „hat mich selbstbewusster gemacht“, was für eine erste lange Solo-Reise über einen fremden Kontinent keine Kleinigkeit ist.

    Sie liebäugelt schon mit einer Rückkehr, diesmal ins Amazonasgebiet, angezogen von den Dschungel-Lodges und Flusskreuzfahrten tief im Regenwald.

    Luftaufnahme eines Flussbootes, das sich durch den überfluteten Wald und die Flussarme des brasilianischen Amazonas schlängelt.
    Patricias nächster Traum: Dschungel-Lodges und Flusskreuzfahrten im Amazonas.

    Erleben Sie die Lençóis Maranhenses zu Pferd mit PlanetaEXO

    Jetzt, da Sie Patricias Durchquerung durch ihre eigenen Augen gesehen haben, wissen Sie, was die Dünen von Ihnen verlangen und was sie zurückgeben: Tage im Sattel, völliges Abschalten und einen Guide, der den Sand in- und auswendig kennt.

    PlanetaEXO ist eine Ökotourismus-Plattform, die auf Reittouren in den Lençóis Maranhenses spezialisiert ist. Gemeinsam mit erfahrenen lokalen Guides und Veranstaltern übernehmen wir die Logistik, damit Sie sich auf das Reiten konzentrieren können, von der ersten Buchung bis zur Durchquerung einer der surrealsten Landschaften Brasiliens. Kontaktieren Sie uns jetzt!

  • Jenseits der Berge von Nepal: Eine Reise der Verbundenheit von Mutter und Sohn

    Jenseits der Berge von Nepal: Eine Reise der Verbundenheit von Mutter und Sohn

    Wie eine Expedition in den Himalaya die Bindung zwischen Mila und Lorenzo Ricetti stärkte

    Mutterschaft wird oft als Reise beschrieben, doch für Mila Ricetti (56) und ihren Sohn Lorenzo (24) wurde sie zu einer wahren Expedition durch die rustikalen Landschaften von Nepal auf dem Mardi Himal Trek in der Annapurna-Region – eine Route, die angesichts der Erhabenheit des Himalaya zu tiefer Selbstbeobachtung einlädt.

    Mila Ricetti und ihr Sohn Lorenzo sitzen lächelnd zusammen an einem historischen Backsteintempel während ihrer Ökotourismus-Expedition in Nepal.
    Photo: CJ

    Mila hatte bereits ein Yoga-Retreat geplant. Um Lorenzos Abschluss des Jurastudiums und den neuen Lebensabschnitt zu feiern, änderten sie den Plan, um ein Trekking einzuschließen. Mit der Unterstützung von PlanetaEXO bei der Organisation der Logistik tauschten Mutter und Sohn traditionelle Abschlussfeiern gegen die Stille der großen Höhen.

    Mila Ricetti und Lorenzo praktizieren Yoga und meditieren mit einer Gruppe auf einem sonnendurchfluteten Dach, das mit Gebetsfahnen geschmückt ist, während eines Retreats in Nepal.
    Photo: CJ

    Gemeinsam konnten sie sich in einer der schönsten und rätselhaftesten Kulissen der Welt noch tiefer miteinander verbinden.

    Die Schönheit des Weges

    In Nepal findet sich die Spiritualität nicht nur in Tempeln, sondern im ganz eigenen Rhythmus des Gehens und in den spektakulären Aussichten von den Berggipfeln nach einem langen Trekking.

    „Wir sind um 3 Uhr morgens aufgewacht, um in die Berge zu steigen und den Sonnenaufgang zu beobachten“, erinnert sich Mila. „Ich dachte nicht, dass ich es rechtzeitig schaffen würde, aber ich bin in meinem eigenen Tempo gegangen, und es hat geklappt. Es war wunderschön und sehr emotional.“

    Mila und Lorenzo tragen Trekkingrucksäcke und lächeln, während sie sich auf die körperliche Ausdauer auf dem Mardi Himal Trek in Nepal vorbereiten.
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    Der Sternenhimmel, der so nah schien, dass man ihn berühren konnte, die eisige Dunkelheit und die schneebedeckten Gipfel, die in goldenes Sonnenlicht getaucht waren, machten diesen Moment zu einem reichen, unvergesslichen Austausch, bei dem die Stille zwischen einem Schritt und dem nächsten lauter sprach als tausend Worte – besonders in solch guter Gesellschaft.

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    Eine neue Dynamik auf dem Pfad

    Reisen nach Nepal erfordern körperliche Ausdauer und mentale Vorbereitung. Für Mila und Lorenzo wirkten die Herausforderungen des rauen Geländes wie ein Katalysator.

    Die Reise markierte einen deutlichen Übergang von traditionellen „Familienurlauben“ zu einer gemeinsamen Erfahrung zwischen zwei Erwachsenen. Der einfache Akt, stundenlang Seite an Seite zu gehen, schuf einen sicheren Raum für Dialog und gegenseitige Wahrnehmung.

    Mutter und Sohn Mila und Lorenzo tragen schwere Winterkleidung und umarmen sich vor den schneebedeckten Gipfeln im Himalaya nach einem frühmorgendlichen Aufstieg.
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    Es war vor allem wunderbar, diese Kameradschaft zu haben, sich gegenseitig zu helfen und Probleme gemeinsam zu lösen. Es war eine großartige Reifungserfahrung für unsere Beziehung“, teilt Lorenzo mit.

    Für Mila bot die einnehmende Umgebung einen ungestörten Raum, um den gegenwärtigen Moment und vor allem die Anwesenheit von Lorenzo in einem neuen Licht zu betrachten. „Es war eine Vertrautheit mit der Umgebung, mit mir selbst und mit meinem Sohn an meiner Seite. Alles fühlte sich so perfekt an; ich war sorgenfrei und unglaublich glücklich.“

    Stärke in der Verletzlichkeit und gegenseitige Inspiration

    Sich der Höhe, der Kälte und der körperlichen Erschöpfung zu stellen, erforderte ein Maß an Vertrauen, das nur in schwierigen Situationen geschmiedet wird. Die gegenseitige Unterstützung wurde lebenswichtig, da sie Kraft darin fanden, sich gegenseitig Raum zu geben, um mit ihren eigenen Grenzen umzugehen: Milas kardiovaskuläre Einschränkung und Lorenzos Höhenangst bei den steilen Abstiegen.

    Mila und Lorenzo gehen Seite an Seite eine sonnige Straße in Nepal hinunter, wobei Lorenzo ein T-Shirt mit der Aufschrift „Purify, Meditate, Realize“ trägt.
    Photo: CJ

    Mir wurde klar, dass ich die Situation nicht ändern konnte, also konzentrierte ich mich einfach darauf, das zu tun, was ich konnte, um sie zu bewältigen. Und dann folgte sie direkt danach“, sagt er und erinnert sich daran, dass beide ihre individuellen Erfahrungen machten und wie sie sich in der Mitte trafen.

    Zu sehen, wie ihr Sohn diese Hindernisse überwand, veränderte Milas Perspektive. Es ging nicht mehr darum, ihn vor jeder Gefahr zu beschützen, sondern darum, den Raum des anderen zu respektieren und als wahre Partner zu handeln.

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    Ein Vermächtnis der Bewunderung

    Wenn man über den Muttertag und die Bedeutung dieses gemeinsamen Weges nachdenkt, dient die Geschichte von Mila und Lorenzo als Erinnerung daran, dass das größte Geschenk, das man einem Kind machen kann, Präsenz und ein gutes Vorbild sind. Die Reise nach Nepal hat ihre ohnehin schon liebevolle Beziehung noch tiefer verankert.

     Mila und Lorenzo neben einer Buddha-Statue und Wegweisern während ihres nachhaltigen Trekkings in Nepal.
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    Für Lorenzo war die Reise auch ein Moment, um das Fundament anzuerkennen, das seine Mutter über die Jahre aufgebaut hat und das es ihm ermöglichte, der Mann zu werden, der er heute ist. „Was ich am meisten bewundere, ist die Art, wie sie mich erzogen hat. Dass sie an sich selbst geglaubt hat, war entscheidend. Hätte sie die Entscheidungen nicht so getroffen, wie sie es tat, wären wir heute wahrscheinlich nicht da, wo wir sind.“

    Am Ende war Nepal nur die Kulisse, aber das wahre Ziel war die tiefe und reife Verbindung zwischen Mutter und Sohn.

  • Vater-Tochter-Expedition nach Fernando de Noronha

    Vater-Tochter-Expedition nach Fernando de Noronha

    Lerne Jean und Mailys kennen, einen französischen Vater und seine Tochter, die in die Schönheit der kristallklaren Meere von Fernando de Noronha eingetaucht sind.

    Manche Reisen unternimmt man, um die Welt zu sehen, andere, um sich den Menschen wieder anzunähern, die man liebt. Für Jean Laprevotte (60), einen Franzosen, der seit gut zwei Jahren São Paulo sein Zuhause nennt, war das Tauchen in Fernando de Noronha die perfekte Gelegenheit, ein ikonisches Reiseziel von seiner Brasilien-Wunschliste zu streichen.

    Doch seine Motivation ging weit über bloßen Tourismus hinaus. Anfang 2026 brachen er und seine Tochter Mailys (26) zu diesem Abenteuer auf, um einen großen Meilenstein zu feiern: ihren Masterabschluss in Meeresbiologie.

    Father and daughter taking a selfie on a rocky beach with the Morro Dois Irmãos rock formations and the ocean in the background.
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    Damit aus diesem Anlass ein tiefes und echtes Erlebnis wurde, vertraute Jean auf die Unterstützung von PlanetaEXO, einer Ökotourismus-Plattform, die auf Fernando de Noronha Tauchtouren spezialisiert ist und so eine Brücke zwischen den Wünschen der Familie und dem Zauber des Archipels schlägt.

    Der Zauber einer wilden Insel

    Bei der Ankunft auf Noronha fesselte Jean zuerst der beeindruckende Erhaltungszustand der Insel. „Es ist ein Ort von wilder Schönheit, sehr gut bewahrt. Am unglaublichsten finde ich, dass direkt am Strand keine Gebäude stehen; hier spricht wirklich die Natur."

    Scenic coastal view of Fernando de Noronha featuring turquoise waters, a sandy cove, and the Morro Dois Irmãos rock formations framed by green vegetation.
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    Anders als andere Reiseziele wird die Kulisse von Fernando de Noronha vom Horizont bestimmt. Ohne die Ablenkungen des typischen, hektischen Stadtalltags konnten sich Jean und Mailys ganz dem widmen, was wirklich zählte: über die Wanderwege zu ziehen und die heimische Tierwelt zu beobachten, von neugierigen Krabben bis zu majestätischen Vögeln, die den klaren, sonnigen Himmel durchqueren.

    Eintauchen in die Welt von Mailys

    Weil Mailys sich auf Meeresbiologie spezialisiert hat und sich auf Korallen und Rifffische konzentriert, kehrte sich die Vater-Tochter-Dynamik unter Wasser um. Nun war sie es, die Jean durch die reiche biologische Vielfalt der Inseln von Noronha führte.

    „Meine Tochter war schon tauchen, in Barbados, der Dominikanischen Republik und auf den Seychellen, und trotzdem gehörte Noronha für sie zu den interessantesten Orten, die sie je gesehen hat", erzählt Jean.

    Gemeinsam erkundeten sie das tiefe Blau und trafen auf Haie, Schildkröten, Rochen und Kraken. Für den Vater war es das größte Geschenk, die Leidenschaft seiner Tochter aus nächster Nähe zu erleben. „Die Erfahrung wurde zu einer gemeinsamen Reise und war sehr positiv und wichtig für den Beruf meiner Tochter. Es war ein Moment gegenseitigen Entdeckens."

    Two scuba divers exploring a rocky seabed while observing a reef shark swimming below them in the clear blue water.
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    👉 Mehr dazu: Wann ist die beste Zeit zum Tauchen in Fernando de Noronha?

    Verbindungen, die über den Tourismus hinausgehen

    Am stärksten wirkte nicht nur, was sie sahen, sondern wie sie diese Momente erlebten. Einer der Höhepunkte war der direkte Kontakt mit den lokalen Schutzprojekten der Insel.

    „Meine Tochter mit einer Biologin sprechen und Erfahrungen austauschen zu sehen, die an der Delfinbeobachtung arbeitet, war etwas ganz Besonderes. Das gab der Reise eine berufliche und menschliche Bedeutung", sagte Jean, beeindruckt von der Offenheit der Fachleute auf der Insel und dem Wissensaustausch mit Mailys.

    Nach São Paulo kehrte er mit einem positiven Eindruck vom Schutzmodell zurück, das Fernando de Noronha verfolgt. „Sie nehmen den Naturschutz ernst, begrenzen Plastik und schützen Arten. Das ist ein Beispiel, das bei dir bleibt."

    Father and daughter smiling for a selfie at a viewpoint overlooking the turquoise ocean and the iconic Morro Dois Irmãos rock formations.
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    👉 Mehr dazu: 10 spannende Fakten über Fernando de Noronha

    Was von der Vater-Tochter-Expedition nach Fernando de Noronha bleibt

    Mehr als eine Tauchreise nach Fernando de Noronha war die gemeinsame Reise von Jean und Mailys eine Gelegenheit, Erreichtes zu feiern und ihre Verbindung zu stärken.

    Dank der Kuratierung von PlanetaEXO kehrten sie mit frischem Mut nach Hause zurück, mit der Gewissheit, dass der Ozean immer der Ort sein wird, an dem sie wieder zusammenfinden. Diese Familienreise nach Fernando de Noronha bleibt der perfekte Rahmen für den Stolz eines Vaters und die wache Neugier einer Meeresbiologin vor der Kulisse des weiten Ozeans.

  • Freiheit in der Wildnis finden: Wie sich eine niederländische Abenteurerin in Brasilien verliebte

    Freiheit in der Wildnis finden: Wie sich eine niederländische Abenteurerin in Brasilien verliebte

    Zu Ehren des Frauenmonats stellen wir Katharina Bongaertz vor, die Top-Reisende von PlanetaEXO, die mehrfach bewiesen hat, dass Abenteuer weder Geschlecht noch Alter kennen.

    Im Jahr 2023 kam Katharina Bongaertz, eine Psychotherapeutin aus den Niederlanden, während des Karnevals in São Paulo an. Ursprünglich hatte sie geplant, nur einen Monat in Brasilien zu verbringen, bevor sie ihren fünfmonatigen Urlaub in Kolumbien und Peru fortsetzen wollte.

    Frau mit erhobenen Armen auf einer großen Felsklippe am Berg Roraima, jubelnd inmitten dichter Wolken.
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    Die lebendige Kultur und die atemberaubenden Landschaften des Landes zogen sie jedoch völlig in ihren Bann. Sie beschloss, für die restlichen vier Monate ihrer Reise in Brasilien zu bleiben, und entfachte damit eine tiefe Liebe zur brasilianischen Natur, die seitdem nur noch stärker geworden ist.

    Heute, mit 60 Jahren, hat Katharina bereits eine ganze Reihe von PlanetaEXOs Abenteuerreisen in Brasilien unternommen und ist offiziell zur häufigsten Reisenden der Plattform geworden. Von den hoch aufragenden Hochebenen des Berges Roraima über die faszinierenden Dünen der Lençóis Maranhenses bis hin zu den tiefen Dschungeln im Amazonas hat sie einige der entlegensten und großartigsten Reiseziele des Landes erkundet.

    Verbindung mit dem Geist Brasiliens

    Katharinas Reise in den Ökotourismus begann, als ein Cousin ihr empfahl, die Chapada Diamantina im Bundesstaat Bahia zu besuchen. Auf der Suche nach einer Möglichkeit, diese weniger touristische Region zu bereisen, kam sie mit Lucas Ribeiro von PlanetaEXO in Kontakt – eine Partnerschaft, die nun zu ihrer bevorstehenden siebten Reise mit dem Unternehmen geführt hat: dieses Mal ins Pantanal, um Jaguare zu sehen!

    Neben den Landschaften ist es der Geist der Einheimischen, der sie immer wieder zurückkehren lässt. „Ich finde, die Menschen in Brasilien sind wirklich gastfreundlich, freundlich und warmherzig“, erzählt Katharina. „Ich liebe die Musik, und sie haben gewissermaßen Musik in ihrer Seele. Das war schon immer ein Teil all meiner Reisen.“

    Die lächelnde blonde Katharina hält ein Paddel, während sie ein grünes Kanu durch einen überfluteten Wald im Amazonas navigiert.
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    👉 Mehr lesen: Warum die abgelegene Natur Brasiliens zu einem Zufluchtsort für ausländische Reisende wird

    Die stärkende Kraft der Natur

    Als Psychotherapeutin, die ihre Tage in der Stadt verbringt und mit Patienten spricht, sucht Katharina in der Wildnis nach Kontrast, Freiheit und Weisheit. Sie bevorzugt weite, offene Umgebungen ohne Zäune, wo sie frei spazieren gehen und die Aussicht von Berggipfeln oder Hochebenen genießen kann.

    „Sich in der wunderschönen, wilden Natur aufzuhalten, empfinde ich als etwas ganz Besonderes“, reflektiert sie. Für Katharina liegt die Magie in den stillen Details. „Der Natur zuzuhören, wie den Geräuschen der Vögel, der Tiere, der Bäume… das ist etwas, das einem sehr viel gibt. Es ist stärkend, und ich nehme dieses Gefühl jedes Mal mit nach Hause.“

    Von all ihren unglaublichen Abenteuern an Reisezielen wie den Lençóis Maranhenses und dem Berg Roraima, hat die Chapada Diamantina den besondersten Platz in ihrem Herzen. „Wenn ich könnte, würde ich jedes Jahr dorthin fahren“, sagt sie mit einem Lächeln.

    Frau in einer orangefarbenen Jacke sitzt auf einem hohen Felsen und bewundert den Panoramablick auf ein weites grünes Tal in der Chapada Diamantina.
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    Keine Altersgrenze für Abenteuer

    Katharina, die oft für viel jünger gehalten wird, ist ein lebender Beweis dafür, dass Ökotourismus nicht nur etwas für die Jugend ist. Nachdem sie ihre 20er und 30er Jahre damit verbracht hat, ihre drei Kinder großzuziehen und eine erfolgreiche Karriere aufzubauen, spürt sie, dass dieses aktuelle Kapitel ihres Lebens ein neues Gefühl von Freiheit mit sich bringt.

    „Ich glaube, ich bin heute viel abenteuerlustiger als damals“, stellt sie fest und ermutigt andere reifere Frauen aktiv dazu, ihre Komfortzone zu verlassen. „Es ist wichtig, sich selbst herauszufordern, um neue Grenzen zu finden und diese zu überschreiten. Und damit meine ich Grenzen auf jeder Ebene, wie zum Beispiel das Finden neuer Horizonte und das Entdecken.“

    Lächelnde Frau schwimmt in kristallklarem, blauem Wasser mit einem großen Wasserfall im Hintergrund in der Region Jalapão.
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    Auch wenn es wichtig ist, seine körperlichen Grenzen zu kennen und sein eigenes Wandertempo zu finden, beweist Katharina, dass die Belohnung für die Bewältigung eines schwierigen Weges oder das Schwimmen unter einem massiven Wasserfall im Jalapão, im Nordosten Brasiliens, die Mühe absolut wert ist.

    Eines ihrer bemerkenswertesten Abenteuer war die Besteigung des Pico da Neblina, dem höchsten Gipfel Brasiliens, der versteckt im nordwestlichen Amazonas liegt. „Es war ein unglaubliches und zutiefst besonderes Erlebnis, das stark von der Verbindung mit dem Yanomami-Volk geprägt war“, teilt sie mit. „Während einer Trekking-Tour mit etwa 30 indigenen Führern, die Vorräte den Berg hinauftrugen, verbrachte ich 10 Tage mitten in ihrem Alltag und schlief unterwegs in Hängematten.“

    Katharina interagiert entspannt mit einem indigenen Yanomami-Führer in einem grünen Gebiet, mit dem Pico da Neblina im Hintergrund.
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    Während sich Katharina auf ihr nächstes Abenteuer in der Wildnis des Pantanals vorbereitet, dient ihre Geschichte als wunderbare Erinnerung für uns alle: Die Welt ist riesig, die Wildnis ruft, und es ist nie zu spät, um zu antworten.

    👉 Mehr lesen: Frauen im Ökotourismus: Weibliche Präsenz, die Dinge bewegt

    Mit PlanetaEXO durch die wilde Natur Brasiliens reisen

    Katharina versteht die Kraft, sich mit der Natur zu verbinden und das Leben in vollen Zügen zu genießen. Mit PlanetaEXO, einer Ökotourismus-Plattform, die sich auf Abenteuerreisen in Brasilien spezialisiert hat, konnte sie zahlreiche Reiseziele sicher, verantwortungsvoll und authentisch erkunden.

    Von der Buchung bis zu den Transfers stellt unser Team alles bereit, was Sie für Ihre Reise benötigen. Gleichzeitig unterstützen wir lokale Gemeinschaften und befolgen Richtlinien, um den Umweltschutz zu gewährleisten. Kontaktieren Sie uns jetzt!

  • Horizonte erweitern im Amazonas: Die Reise einer britischen Schriftstellerin voller Liebe und Entdeckungen

    Horizonte erweitern im Amazonas: Die Reise einer britischen Schriftstellerin voller Liebe und Entdeckungen

    Emma Phillips ist eine freiberufliche Schriftstellerin aus Großbritannien, die mit ihrer brasilianischen Partnerin den Regenwald erkundete und ein Universum aus wilder Natur und kultureller Vielfalt entdeckte.

    Im Dezember des vergangenen Jahres erlebte die 30-jährige freiberufliche britische Schriftstellerin Emma Phillips eine tiefgreifende Erfahrung. Nachdem sie Jamille, eine brasilianische Wissenschaftlerin aus Belém do Pará, kennengelernt hatte, begann sich ihre Welt von den sanften Hügeln Englands bis in die Tiefen des Amazonas-Regenwaldes zu erweitern. Daraus entstand eine wunderschöne interkulturelle Liebesgeschichte, die kürzlich in einem Artikel für den Condé Nast Traveller geteilt wurde.

    Auf der Suche nach dem idealen Weg, die Heimat ihrer Partnerin zu erkunden und ihren britischen Vater mit dieser neuen Welt zu verbinden, entschied sich Emma für PlanetaEXO – eine Ökotourismus-Plattform, die auf Abenteuertouren in Brasilien spezialisiert ist –, um dieses Abenteuer zu organisieren. Gemeinsam begab sich das Trio auf eine fünftägige Flusskreuzfahrt auf dem Rio Negro und navigierte durch die Gewässer der Nationalparks Anavilhanas und Jaú.

    Ein traditionelles Flusskreuzfahrtschiff navigiert auf den ruhigen Gewässern des Rio Negro, während sich die grüne Ufervegetation im Wasser spiegelt.
    Photo: Emma Phillips

    „Für Jamille war es eine Chance, weitere Gebiete ihrer eigenen Region zu erkunden, die sie noch nicht kannte. Mir ermöglichte es, den Ort, aus dem sie stammt, aus einer ganz persönlichen Perspektive zu erleben. Meine Welt hat sich erweitert“, teilte Emma in einem Interview anlässlich des Monats der Frau mit.

    Tiefe Verbindung mit lokalen Wurzeln

    Die Reise ging weit über das bloße Beobachten von Landschaften hinaus; der wahre Unterschied war das Eintauchen in die Gemeinschaft, das von den Einheimischen gefördert wurde, insbesondere durch Bildungsprogramme. „Es geht vor allem um die Menschen. Ich war sehr beeindruckt von dem Projekt rund um die Schulen und der atemberaubenden Architektur. Alles war so clever und wunderschön durchdacht“, betont sie.

    Begleitet von einem Reiseleiter, der den Wald mit dem Wissen seiner Vorfahren in ein wahres Klassenzimmer verwandelte, erlebte die Gruppe die authentischste Seite des Amazonas. „Die gesamte Bootsbesatzung und die Guides waren Einheimische. Zu sehen, wie der Tourismus auf eine authentische und nicht ausbeuterische Weise genutzt wird, um das Leben der Gemeinschaften zu verbessern und die Umwelt zu schützen, war eine echte Inspiration.“

    Eine Hand hält einen frisch gefangenen Fisch an einer Angelschnur über den dunklen Gewässern des Flusses, mit einer Sandbank und Baumstämmen im Hintergrund.
    Photo: Emma Phillips

    Trotz der unterschiedlichen Lebensrealitäten kennt Emma diesen Teil der Welt recht gut. Da sie bereits zuvor mit indigenen Führungspersönlichkeiten in Brasilien zusammengearbeitet hat, besitzt sie ein Verständnis für die Herausforderungen, denen sie gegenüberstehen, und die Landschaften, in denen sie sich bewegen. „Die Arbeit mit ihrem Wissen und ihrer Kosmologie ist so, als würde man alles verlernen, was einem jemals beigebracht wurde“, erklärt sie und beschreibt die Erfahrung als einen Weg, die Bedeutung der kulturellen Vielfalt wirklich zu begreifen.

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    Die Kraft der Natur und die menschliche Wärme

    Das Navigieren auf dem Rio Negro brachte der Familie faszinierende Kontraste. Emma beschreibt den Wald als „umfassend und intensiv“, während der Fluss ein Gefühl von „enormer Weite und absoluter Ruhe“ bot – mit dem großen Vorteil, dass das saure, dunkle Wasser die Mücken fernhielt!

    Während der Expedition wurden sie mit der Sichtung von Riesenottern, Kaimanen, verschiedenen Vogelarten, Flussdelfinen und anderen Tieren im Amazonas belohnt. Die Natur zeigte auch ihre gewaltige Größe, als ein schwerer Sturm in der letzten Nacht sie an die Macht des Waldes und die Wichtigkeit einer gut vorbereiteten Crew erinnerte.

    Emma gesteht, dass als reisende queere Frau immer eine innere Anspannung mitschwingt, wie ihre Beziehung aufgenommen wird. Allerdings war der herzliche Empfang auf der Kreuzfahrt bemerkenswert. „Zuerst versuchte die Crew unsere Dynamik zu verstehen – eine britische und eine amazonische Frau zusammen –, aber sobald sie es verstanden hatten, herrschte eine Atmosphäre des absoluten Respekts, und niemand gab uns jemals das Gefühl, uns unwohl fühlen zu müssen.“

    Eine dunkelhaarige Frau mit Creolen und einer getarnten Rettungsweste sitzt in einem kleinen Boot und blickt nachdenklich auf die üppige Ufervegetation.
    Photo: Emma Phillips

    Einer der berührendsten Momente ereignete sich in der Küche des Bootes. „Eine der Köchinnen erzählte, dass ihre eigene Tochter ebenfalls queer sei. Ich glaube, sie hat sich gefreut, unsere Dynamik direkt vor sich zu sehen. Es war einfach wunderbar“, erinnert sie sich.

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    Reisen, die stärken (und eine Einladung)

    Die Reise durch den Amazonas vereinte Familien aus verschiedenen Kontinenten und bestärkte Emmas Glauben an die transformative Kraft, das Unbekannte zu erkunden. „Das Reisen ermöglicht es uns, andere Arten der Existenz in dieser Welt kennenzulernen. Ich glaube, dass Reisen jede Frau und jede Person stärkt, da es Erfahrungen bietet, bei denen man ständig Entscheidungen treffen, sich seinen Ängsten stellen und Risiken abschätzen muss.“

    Für Frauen, die davon träumen, die Unermesslichkeit des Amazonas zu erkunden, aber noch zögern, ist Emmas Rat eindeutig: Konzentrieren Sie sich auf die Sicherheit, indem Sie mit Unterstützung, in einer Gruppe oder mit einem vertrauenswürdigen Reiseveranstalter reisen.

    Blick von unten auf einen imposanten Baumstamm im Amazonasgebiet, bei dem das Sonnenlicht durch die Blätter des Kronendachs scheint.
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    Horizonte erweitern mit PlanetaEXO

    Angetrieben von Liebe und einem tiefen Interesse an der Natur und kulturellen Vielfalt konnte Emma ihre Sicht auf die Welt erweitern. Genau das bewirkt das Reisen – es beschenkt uns mit dem wunderbaren Wissen, dass das Leben keine Grenzen kennt und dass es da draußen noch so viel zu entdecken gibt.

    Mit PlanetaEXO, einer Ökotourismus-Plattform, die sich auf Abenteuertouren in Brasilien spezialisiert hat, wird diese Reise noch bereichernder. Indem wir Richtlinien befolgen, die sich positiv auf die Umwelt und die lokalen Gemeinschaften auswirken, bieten wir erfüllende und unvergessliche Erlebnisse. Kontaktieren Sie uns jetzt!